Wer sind wir?

29. August 2009

Die Stiftung Beiteinu Chaj–2004 wurde im Jahr 2004 gegründet. Im Oktober des selben Jahres wurde sie in Polen registriert unter der NIP Nummer 8821962804 und der regionalen Nummer 020024901.

Die Stiftung Beiteinu Chaj–2004 wurde von Rafael Blau und Beata Sauermann gegründet.

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Rafael Blau - Präsident der Stiftung

Rafael Blau – Präsident der Stiftung

Rafael Blau ist der jetzige Präsident der Stiftung. Er hat eine persönliche Verbindung zu Dzier?oniów, wo  er als Kind bis 1965 lebte und dann mit seinen Eltern nach Israel übersiedelte. Rafael ist der Sohn von Überlebenden des Holocaust. Einen Teil des Jahres lebt er in Ashkelon in Israel und den anderen Teil lebt er in Dzier?oniów in Polen.

Beata Sauermann ist Vizepräsidentin und lebt seit einiger Zeit in London. Sie wurde in Szczecin/Stettin geboren und arbeitete für Jahre in jüdischer Forschung. Sie ist die Enkelin von Holocaust Überlebenden.

Andere Mitglieder der Stiftung sind jüdische und nichtjüdische Menschen, die in Dzier?oniów/Reichenbach und seiner Umgebung, sowie in Warschau,. England und Kanada leben.

Es ist das Ziel der Stiftung, Menschen aus aller Welt, Juden und Nichtjuden, speziell  jungen Menschen, die Geschichte der Juden in Polen und Deutschland nahe zu bringen, nicht nur im Hinblick auf die Schrecken des Holocaust, sondern auch auf das reiche Erbe des Judentums im Zusammenhang mit seinem Beitrag zu Geschichte und Kultur, und zur Entwicklung der polnischen und deutschen Völker, wie auch auf die ehemals verschiedenen Gebiete Deutschlands, die heute ein Teil der polnischen Republik sind.

Das Programm des künftigen Museums und Kulturzentrums der Stiftung, das in der Synagoge beherbergt sein wird, wird auch den langen und entscheidenden Beitrag der deutschen und polnischen Juden zum Judentum und der jüdischen Kultur, religiös und säkular, polnisch sowohl als deutsch mit einschließen.

Zur Zeit gibt es nur ein Institut in der Nähe von Kraków/Krakau, das ein Programm über jüdisches Leben in Polen vor dem Holocaust anbietet und auf diesem Gebiet Forschung betreibt. Es nennt sich das Centrum ?ydowskie w O?wi?cimiu (Jüdisches Forschungszentrum in Auschwitz — www.ajcf.org ). Sein Hauptthema jedoch ist das vergangene und gegenwärtige jüdische Leben im östlichen Teil Polens und in den polnischen Gebieten, die seit 1945 ein Teil von Ukraine und Belarus sind.

Das Programm der Stiftung Beiteinu Chaj–2004 wird sich mit der Geschichte des Judentums und den Jahrhunderten jüdischen Lebens in Niederschlesien, hauptsächlich im Gebiet von Dzier?oniów/Reichenbach befassen. Enthalten in dieser Aufgabe sind Studium und Archivierung von Dokumenten und Bildmaterial —  Originale und Kopien — die sich auf die Synagogen, jüdische Friedhöfe und andere Einrichtungen beziehen und Zeugnis geben vom vergangenen jüdischen Leben in den jüdischen Gemeinden im ehemals deutschen Niederschlesien und, seit 1945 im polnischen Dolny ?l?sk.

Wichtige historische Ereignisse, Kriege und der Holocaust hinterließen in Dzier?oniów/Rychbach/Reichenbach und seiner Umgebung eine einmalige Geschichte von zwei jüdischen Gemeinden: Als Erstes die deutsche jüdische Gemeinde, im frühen 19. Jahrhundert wieder gegründet, die wuchs und blühte, bis Hitler in den späten 1930er Jahren ihr Leben auslöschte. Als Zweites die Wiedergeburt nach Kriegsende 1945 einer neuen jüdischen Gemeinde anderer Herkunft, als polnische Juden in Rychbach ihre Heimat fanden, die jedoch in den 1980er Jahren fast ausstarb nach der Emigration fast aller Juden von Dzier?oniów. Nun, als Drittes, auf einem anderen Weg, bringen wir und unsere freiwilligen Helfer, jüdisch und nichtjüdisch, aktives jüdisches kulturelles Leben nach  Dzier?oniów  zurück.

Man sagt, dass man nur eine bessere Zukunft schaffen kann, wenn man versucht, die Vergangenheit zu verstehen und von ihr zu lernen. Mit diesem Motto als Ansporn begann die Stiftung Beiteinu Chaj–2004 ihre Arbeit.